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F1 – Was eben den Unterschied zum Leader ausmacht

Das Emmer F1 empfing den Leader Stans, konnte den Favoriten aber nur zu Beginn der beiden Halbzeiten ein wenig nervös machen. Schlussendlich setzten sich die Gäste mit 24:33 deutlich durch.

Vor dem Spiel gegen Stans war klar: Der ungeschlagene Leader war nur bezwingbar, wenn alle Emmerinnen über sechzig Minuten auf Topniveau spielen würden. Keine leichte Vorgabe, war doch die Inkonstanz in fast allen bisherigen Spielen ein treuer Begleiter des F1. Trotzdem waren die Gastgeber gewillt, dem Favoriten möglichst viele Steine und Tore in den Weg zu legen – mittels einer offensiven, variablen Verteidigung und Spielfreude im Angriff (so besagte es mindestens der Schlachtplan). Verstärkt wurden sie dabei von vier F2lerinnen, welche die Lücken (Verletzungen, Abwesenheiten) im F1-Kader stopften – herzlichen Dank!

Und hoppla: Der Sekundenzeiger der Matchuhr hatte erst wenige Umdrehungen absolviert, da lagen die Einheimischen schon mit 3:0 in Führung! Erst nach diesem lauten Weckruf der Emmerinnen fanden auch die Gäste ins Spiel. Ihr schneller, lauf- und schussstarker Rückraum erspielte sich nun mehr und mehr Lücken in der Emmer Verteidigung. So konnte Stans bald ausgleichen und ein Tor vorlegen, die Einheimischen blieben jedoch dran. Erst in den letzten Minuten vor der Pause mehrten sich die Fehler und vergebenen Chancen auf Emmer Seite, sodass der Ligakrösus mit fünf Toren Vorsprung in die Pause gehen konnte (10:15).

Wer dachte, der Favorit habe nun definitiv auf den Siegesboulevard eingebogen und die zweiten dreissig Minuten verkämen zum Stanser Schaulaufen, sah sich mächtig getäuscht: Emmen startete mit viel Elan und Kampfgeist in die zweite Hälfte, während die Gäste geistig offenbar immer noch in der Pause weilten. So schmolz ihr Vorsprung in rekordverdächtiger Zeit auf ein Tor zusammen (17:18). Doch die Stanserinnen konnten nochmals einen Gang höher schalten, nutzten die Lücken in der Abwehr und fanden den Weg zum Tor bald wieder, während man sich auf der anderen Seite wahlweise an sich selber, am gegnerischen Goalie oder am Torgehäuse vergeblich abmühte. Konstant setzen sich die Gäste nun wieder vom Gegner ab, bis zur Schlusssirene geriet ihr Sieg nie mehr in Gefahr. Schlussstand: 24:33.

Die Partie bestätigte eine Erkenntnis, die bestimmt nicht neu war: Zweimal knapp zehn Minuten hohes Handball-Niveau reichen einfach nicht, um eine gefestigte Mannschaft ins Wanken zu bringen. Vielleicht macht eben genau diese Konstanz das Spitzenteam aus. In der restlichen Spielzeit war man eben zu oft in der Abwehr einen Schritt zu spät, ein bisschen zu wenig konsequent, mit zu wenig Druck aufs gegnerische Tor, mit zu vielen Fehlschüssen. Diese Niederlage ist aber bestimmt kein Beinbruch und sollte – nach dem Ziehen der Lehren aus dem Geschehenen – die Emmerinnen nicht daran hindern, wieder zurück ins erfolgreiche Fahrwasser zu finden.

Und dies soll bereits am nächsten Donnerstag (20.30 Uhr, Sporthalle Zug) gegen den LK Zug passieren. Der Gegner ist Tabellennachbar und reiste im Hinspiel ohne Punkte aus Emmen nach Hause. Wir würden uns über den einen oder anderen Emmer Fan in Zug freuen!

 

Handball Emmen – BSV Stans: 24:33 (10:15)

Für Handball Emmen spielten: Jolanda Rey/Käru Fischer; Moni Brunner (5/2), Ivana Egeric, Sandra Eric (2), Rahel Estermann (1), Daniela Grüter (5/1), Andrea Kaufmann, Riccarda Keist (2), Fiona Kühnle (3/1), Sarah Ming (1), Tanja Vogel (2), Claudia Widmer (3).

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