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F2 – Ennet dem Gotthard
Das Frauenzwei auf Mannschaftsreise – ein Augenzeugenbericht.
Der Start zur Mannschaftsreise des Frauenzwei hätte nicht optimaler sein können: Das Wasser fiel gleich kübelweise vom Himmel (ein Bushüüsli diente daher als äusserst romantischer Treffpunkt) und die Pannenhilfe musste auftauchen, bevor man auch nur einen Meter gefahren war (klassisch: Autoschlüssel in Tasche - Tasche im Auto - Auto geschlossen…). Nun ja, ennet dem Gotthard begrüssten dann wenigstens die ersten Sonnenstrahlen das Effzwei – und es sollten während des ganzen Wochenendes die letzten bleiben.
Bald befand man sich hart an der italienischen Grenze. Einige überquerten aus Versehen gar den Zoll, übertünchten das Malheur (verpasste Abzweigung) aber mit einem charmanten „Hola!“ (?) zu den italienischen Grenzwächtern. Nachdem dann alle, auch die illegal ausgereisten „Non-Papiers“, wieder den Weg in die Schweiz zurück fanden, bezog das Team die Unterkunft. Ehre, wem Ehre gebührt; so wurde die gesamte Anlage des Freizeit-Zentrums alleine für die Cupsiegerinnen freigehalten (vielleicht war’s auch nur das garstige Wetter). Bescheiden wie die Damen des Effzwei aber sind, begnügte man sich mit der Bestaunung von Fussballer-Sixpacks und liess das Schwimmbad vorerst links liegen.
Die Pizzeria gleich neben einem Grenzposten machte dann am Abend den Umsatz ihres Lebens – wobei man sich auch beim Apéro nicht wirklich einig wurde, ob man sich vielleicht nicht doch eher an der spanischen Grenze befand. Fünf Meter Pizza waren auf jeden Fall sehr fein und auch die Serviersöhne liessen sich nicht lumpen, eher schon ihre Witze. Die unglaublichen Italienisch-Kenntnisse (oder vielleicht doch eher die Englisch-Kenntnisse Einzelner…?) einiger Teammitglieder beeindruckten offenbar sosehr, dass die Rechnung günstig ausfiel und man sogar Biergläser mit Überraschungseffekten serviert bekam. Wer seine Portion Action noch nicht beim Bier erlebt hatte, holte dies mit einer kleinen Durchs-Gebüsch-Runter-Wanderung oder einem Mitternachtsbad nach.
Nach dem kaiserlichen Frühstück mit Champagner und Lachs am Morgen danach wagte man sich wieder nordwärts und man fand sich bald beim Bushüüsli wieder. Zwei Personen wurden auf der Reise übrigens vermisst. Und die Fotos folgen dann irgendwann per Post. Oder mit der Brieftaube.
23.06.2010
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