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Das M4b blamiert sich und verliert 6:5

Heute waren wir zu Gast bei Borba Luzern und offensichtlch nicht in der Lage, Profit zu schlagen. Dass wir nur 6:5 verloren haben, ist einem kosmetischen Kunstgriff zu verdanken. Mehr darüber im vorliegenden Bericht.

Um es vorweg zu nehmen: Das Resultat 6:5 ist nur eine kosmetische Massnahme, um die Wahrheit zu verschleiern. Das tatsächliche Resultat lautete 42:14. Ja, richtig gehört! Und das kann man ja kaum gleich im Titel eines Matchberichts schreiben, oder?!

Die Sterne standen heute nicht günstig für das ansonsten so glorreiche M4b. Ein paar Spieler hatten anderweitige Verpflichtungen (standen an Kinderparties oder auf der Skipiste im „Einsatz“), andere sind verletzt und sogar das Coaching-Trio verfügte über bloss 33% seiner Stärke. Doch am Coaching lag es heute sicher nicht.
Jedenfalls war von Anpfiff an klar, dass hier eine Mannschaft auf uns wartete, die wohl auf die Weihnachtsferien verzichtete und stattdessen an der Kondition gefeilt hatte. Anders ist es nicht zu erklären, dass uns die Borbaner um die Ohren rannten. Glücklicherweise war deren Torausbeute am Anfang des Spiels nicht berauschend (Dank unserem Torhüter Bruno und der Torumrandung) und so hatten wir in den ersten Spielminuten noch Hoffnung, unseren Kopf einigermassen heil aus der Schlinge ziehen zu können, obwohl es im Spiel nach 10 Minuten bereits 6:1 stand…
Unsere Abwehr zeigte sich heute jedoch ausser Lage, dem Gegner Paroli zu bieten. Obwohl Borba im Angriff kein variantenreiches Spiel aufzog (um nicht zu sagen phantasielos), waren wir zu wenig kompakt und zu wenig konsequent. Und im Angriff entwickelten wir genauso wenig Varianten und verschenkten massenhaft Bälle wegen mangelnder Konzentration. Die Gastgeber ihrerseits wussten unsere Geschenke zu schätzen und bedankten sich mit reihenweise sicher versenkten Gegenstössen. Das Resultat zur Halbzeit – 18:8 (!).
Wer nun glaubt, das M4b würde wenigstens seine Haut teuer verkaufen, der irrt. Anstatt einer positiven Reaktion wurde unser Spiel in der zweiten Hälfte noch schlechter. Die Tatsache, dass wir die zweite Halbzeit mit 24:6 verloren, spricht eine klare Sprache. Unser Angriffsspiel war geprägt von Fehlern und mangelndem Druck aufs Tor und in der Verteidigung waren wir schlicht zu langsam und kassierten nach wie vor massenhaft Gegenstosstore. Das konsequente Resultat eben 42:14. Oder 6:5, wenn man die Quersumme nimmt. Oder 6:2, wenn man das ganze durch sieben dividiert. Was auch immer Euch besser gefällt.

Man wird das Gefühl nicht los, dass beim M4b eine gewisse Zufriedenheit mit dem Erreichen der Finalrunde Einzug gehalten hat. Einhergehend mit mangelnder Bereitschaft, sich in und für die Spiele einzusetzen. Die Tatsache, dass im Aufbau Schlüsselspieler fehlten, mag man noch dem Zufall zuschreiben. Aber dass man auf dem Feld unkonzentriert agiert und dem Gegner keine vernünftige Gegenwehr entgegensetzt, grenzt schon fast an Arbeitsverweigerung. Klar doch, es waren bei uns auch gelungene Einzelaktionen zu sehen und einzelne Spieler strengten sich tatsächlich sehr an. Aber das genügt bei weitem nicht, um ein Spiel zu gewinnen. Und die Gastgeber? Natürlich; diese waren heute überlegen, keine Frage. Das darf man neidlos anerkennen und dazu gratulieren.

Die berühmte Trophäe „Man oft he Game“ wurde heute bis auf die Unterhosen blamiert und versteckt sich nun irgendwo; verweigert ihre Teilnahme an einer Preisverleihung, ganz im Sinne der heute gezeigten Mannschaftsleistung.

21.01.2012 / Ex-Präsi

 

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