M4b verliert gegen SG Rothenburg/Nottwil oder: Nahe dran ist auch und wieder mal VORBEI!
Auf dem Papier war die Partie schon vor dem Anpfiff entschieden. Tatsächlich verliert Emmen mit 21:29 gegen den ungeschlagenen Leader der Finalrunde. Doch ein paar Überraschungen gab es trotzdem…
Für Trainer Andy Dürig war die Ausgangslage klar: gegen den ungeschlagenen Favoriten war eine Niederlage keine Schande. Doch wenn auch die Chancen klein waren, so wollten wir sie trotzdem packen. Und am meisten wollten wir nicht einfach den wehrlosen Punktelieferanten spielen. Das wäre dann schon zu sehr "fasnächtlich" gewesen.
Eine grosse Überraschung war dem Herren-Sportchef schon vor dem Anpfiff der Partie gelungen. Waren das nicht zwei alte, bekannte, routinierte Gesichter, die da bei Handball Emmen einliefen? Aber ja doch! Von langer Hand war dieser Coup vorbereitet. Beide Routiniers hatten sich schon seit Monaten auf diesen Einsatz vorbereit. Urs Walker spulte unendlich viele Trainingsstunden im Fitnesscenter ab. Entsprechend gestählt und schlank wie ein Raubtier präsentierte er sich denn auch seinen Fans. Und Marco Herbst bildete sich im taktischen Bereich weiter und profitierte von den Erfahrungen der "nicht mehr ganz so Jungen"… Na, jedenfalls wurde das M4b heute wesentlich verstärkt. Den Sportchef sollten wir aber nicht zu sehr loben. Schliesslich schaffte er es auch, den Emmen-internen Transfermarkt anzukurbeln und neben unserem Internationalen Mike auch Leistungsträger Janosch für dieses Spiel an das M2 zu befehlen (Wenigstens hat es etwas genützt; das M2 holte sich nämlich zwei Punkte). Die Gäste aus Rothenburg bzw. Nottwil waren dann übrigens noch mehr verblüfft, als Torhüter Roger ebenfalls als Feldspieler auftauchte – im Aufbau! Dass all dies nichts mit den zahlreichen Abwesenheiten unserer Mannen zu tun hat, sondern dass es vielmehr ein gewollter, taktischer Schachzug ist, versteht sich von selbst!
Ob so vieler Überraschungen erstaunt, präsentierte sich die Gegenmannschaft nicht ganz so überlegen, wie zuvor erwartet. Mit hartem, aber fairem Spiel gelang es unserer Verteidigung, den "Schaden" in Grenzen zu halten. Und im Angriff spielten wir geduldig unser Spiel. So verliessen wir das Spielfeld mit einem 13:15 in die Pause.
Einigermassen zufrieden zeigte sich unser Trainer Andy und verlangte von uns, in der Verteidigung enger zusammenzustehen und im Angriff mehr Köpfchen zu beweisen und nicht überhastet in Abschlüsse "hineinzurennen". Dies umzusetzen fiel uns dann aber in der Folge eher schwer und wir ermöglichten es den Gästen, ein paar ihrer gefürchteten Gegenstösse zu laufen. Doch was sie können, das können wir noch lange. Einer Raubkatze gleich, lauerte Marco hin und wieder auf einen Querpass und lief im Anschluss ebenfalls Gegenstösse. Nur der Lohn blieb teilweise aus. Erstaunlich auch, über wie viel Raum heute unsere Flügelspieler verfügten. Und noch erstaunlicher war die schlechte Ausbeute dieser Gelegenheiten.
Wie dem auch sei: das Spiel beendeten wir mit dem bereits erwähnten 21:29. Und mit der Erkenntnis, dass SG Rothenburg/Nottwil durchaus in Reichweite lag.
Dazu noch ein Wort: wie häufig müssen wir eigentlich noch feststellen, dass ein Gegner "in Reichweite" ist, bevor wir ihn endlich schlagen…?
Der Dank der Mannschaft geht heute an all die Debütanten in dieser Saison. Von 10 Feldspielern waren es immerhin deren vier! Danke also an Johnny, Marco, Frankie und Roger für ihren Einsatz. Und danke an unseren Torhüter Bruno, der heute wieder einmal seine Qualitäten aufblitzen liess und uns im Spiel hielt. Warum nicht immer so, hm…?
Ausserdem bedanken wir uns beim ATVE, dessen "s'Drü" (inkl. Präsi) uns heute mit der Anwesenheit beehrte.
Und danke natürlich auch an die kleine, aber äusserst feine Delegation vom Effzwei, die uns heute wieder mal unterstütze. Und sich die nötige Portion Aggressivität holte für den anschliessenden Sieg? Jedenfalls: herzliche Gratulation!
6.2.2010 / Ex-Präsi
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