Frauen 1. Liga, Unentschieden in Thurgau erkämpft
Die 1. Liga Frauen von Handball Emmen sind beim BSV Weinfelden mit einem 17:17-Unentschieden in die neue Saison gestartet. Und das ist positiv zu werten.
Die Luzerner Vorörtlerinnen und die Thurgauerinnen lieferten sich von Beginn weg ein Spiel mit viel Tempo und Kampf. Emmen hielt zu Beginn mit und lag bis zur Pause nur mit 6:8 in Rücklage. Der zweite Durchgang entpuppte sich als offener Schlagabtausch. Keiner Mannschaft gelang es, sich entscheidend abzusetzen. Auch den Emmerinnen nicht, die in der Güttingersreuti lautstark von den mitgereisten Fans unterstützt wurden. Die Partie war an Spannung und Dramatik kaum mehr zu überbieten. Emmen führte kurz vor Schluss mit zwei Treffern Unterschied, konnte diesen Vorsprung aber nicht verwalten. Weinfelden profitierte von individuellen Fehlern Emmens und konnte sogar mit 17:16 in Führung gehen. Doch das von Martin Gerber trainierte Team glich 15 Sekunden vor Schluss wieder aus. Zum verdienten 17:17-Remis und gleichbedeutenden Schlussskore. Ein positiver Auftakt war es, denn ein Auswärtsunentschieden ist positiv zu werten. „Defensiv waren wir stark, in der Offensive liegt sicher noch viel Steigerungspotential“, meinte Gerber. Am Donnerstag, 10. September (19 Uhr Berghof Wolhusen) gastiert Emmen bei Ruswil / Wolhusen und am Samstag, 12. September (18 Uhr Rossmoos) findet das erste Heimspiel statt: Aufsteiger Muotathal / Mythen-Shooters ist zu Gast.
Top 2 im Visier
Die 1. Liga wird diese Saison nur noch in einer Gruppe mit 14 Teams gespielt. Nach der 26. Runde steigt das Team auf Rang eins in die Swiss Premium League 2 (vormals NLB) auf. Die zweitplatzierte Mannschaft bestreitet eine Barrage um die Promotion. Die Top 2 werden sicher nicht einfach zu erreichen sein, sollten aber in der Emmer Zielsetzung stehen. Spannend wird es auch im Abstiegskampf. Die letzten fünf Teams steigen ab, weil die 1. Liga nächste Saison auf zwölf Mannschaften reduziert wird. Eine spannende Meisterschaft steht uns bevor.
Michael Wyss
Weinfelden – Emmen 17:17 (8:6) Güttingersreuti. – 50 Zuschauer. – SR Sicurella/ Staunovo. – Strafen: je 3-mal 2 Minuten. – Emmen: Rast/ Rey; Beeler (2), Grüter, Kenjar (5), Keist (2), Krieger, Kühnle (4/4), Scherer, Schürmann, Stirnimann (2), Weber (1), Widmer (1). – Bemerkung: Emmen ohne Brunner, Schebath, Vogel, Kuttler und Rüttimann.
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