M4b verliert gegen HSG Mythen Shooters oder: Dr. Jekyll und Mr. Hyde…
In einer wechselvollen Partie gegen den Tabellen-Zweiten verliert das M4b auswärts verdient mit 31:22. Es findet sich wieder auf dem fünften Platz der Finalrunde, verliert somit definitiv den Anschluss an die Erst- und Zweitplazierten und muss nun sogar bangen, nicht zum Schlusslicht zu werden.
Die Ausgangslage für dieses Spiel war nicht schlecht. Im Gegenteil! Die Mannschaft zeigte sich schon im ersten Training nach der Fasnacht fokussiert auf dieses wichtige Spiel. So wurde nach dem Training sogar eine Taktik-Sitzung abgehalten. Unter reger Beteiligung des Effzwei (Danke, Markus, für die gemischte Platte!) wurden Varianten besprochen und wieder verworfen.
Voller Tatendrang sind wir also im noch immer weihnachtlich erleuchteten(!) Brunnen angekommen. Entschlossen, mit zwei Punkten nach Hause zu gehen. Dass es nicht einfach sein würde, war wohl allen bewusst. Der Start in die erste Halbzeit gestaltete sich nicht einfach. Es war nicht nur der Gegner zu schlagen, sondern auch die (Fehl-)Leistung des Schiedsrichters zu kompensieren. Nach den üblichen Anlaufschwierigkeiten – der Gegner zog mit drei Toren davon – stand unsere Abwehr recht gut und die Partie gestaltete sich ziemlich ausgeglichen. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit gelang uns sogar der Anschlusstreffer. Doch konnte Mythen Shooters wieder erhöhen auf den Pausenstand von 15:12.
Mit drei Toren Rückstand war noch nichts verloren. Wir haben gezeigt, dass man auch einer HSG Mythen Shooters die Stirn bieten kann, dass man die drei Tore durchaus aufholen kann. So durfte man annehmen, dass wir kämpferisch und guten Mutes in die zweite Halbzeit starten würden. Die Realität zeigte jedoch leider unser „zweites, schreckliches Gesicht“. Wie ausgewechselt kamen wir aufs Spielfeld zurück – ganz im negativen Sinn gemeint! Unsere Verteidigung war dem Ansturm der Gastgeber nicht gewachsen und unsere Abschlüsse waren zusehends unpräzis und unkonzentriert. Eine Zahl kann dies untermauern: wir haben bis kurz vor Schluss der zweiten Halbzeit 14 Tore erhalten. Und bloss deren 8 geschossen. Doch Chancen hätte es einige mehr gegeben. Das Schlussresultat war denn auch das klare 31:22. Und das lässt keinen Raum fürDiskussionen. Schade!
Was nehmen wir mit? 30 Minuten gutes Handball genügen nicht, um einen Gegner aus der Spitze der Tabelle zu schlagen. Und Ladehemmung auf der ganzen Linie sind vermutlich auch nicht blosser Zufall. Vielleicht sollten sich alle wieder einmal aufs Schusstraining konzentrieren?
Ein Wort noch zum Schiedsrichter (und mit dieser Schreibweise ist wieder einmal auch die weibliche Form gemeint): Klar, der Schiedsrichter war schlecht. Richtig schlecht. Wirklich! Das kann man weder schönreden noch einfach verschweigen. ABER: die Energie, die wir alle darauf verwendet haben, um uns über den Unparteiischen aufzuregen, diese Energie hätten wir ruhig in die eigene Konzentration und Spielweise stecken können. Das hätte weit mehr gebracht! Und ist auch wieder einmal eine alte Erkenntnis…
Unser Dank zum Schluss: an Roger, der wieder einmal den Weg an ein Spiel gefunden und mit einer sehr guten Leistung überzeugt hat. Sowie an Mike und Beat, die diesmal die tragenden Säulen unserer Mannschaft waren.
Jungs, Steigerungspotential ist vorhanden; PACKEN WIR’S AN!
22.2.2010 / Ex-Präsi
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